Hintergrundartikel

Eine reale Bedrohung

Symantec

Es ist nicht übertrieben, zu sagen, daß Viren den freien Informationsfluß, der in den letzten zehn Jahren durch den Personalcomputer aufgebaut wurde, unterbrechen können. In der Tat hat die weite Verbreitung von Viren eine neue Ära des sicheren EDV-Arbeit eingeläutet, in der diejenigen, die sich nicht an die Sicherheitsrichtlinien halten, ein großes Risiko eingehen. Angesichts der drastischen Warnungen vor den Gefahren - und der bereits bekannten Vorfälle - ist es verwunderlich, daß es immer noch Leute in der Computerbranche gibt, die behaupten, die Berichterstattung über Viren sei übertrieben.

Das Nationale Zentrum für Daten zur Computerkriminalität (National Center for Computer Crime Data) in Los Angeles schätzt, daß amerikanische Unternehmen jährlich Verluste in Höhe von 550 Mio. Dollar durch unbefugten Computerzugriff haben. Die Arbeitszeitverluste sind dabei kaum zu ermessen.

Das Problem wird als so schwerwiegend angesehen, daß die Regierung der Vereinigten Staaten die Bildung eines Sondereinsatzteams, des Computer Emergency Response Team, gefördert hat. Die Aufgabe dieses Teams besteht darin, die Gefährdung der Sicherheit in wichtigen Computernetzwerken in ganzen Land zu untersuchen. Die Software Publishers Association hat ebenfalls bestimmte Maßnahmen getroffen, um das Problem zu bewältigen.

Darüber hinaus haben im vergangenen Jahr viele Firmen der Fortune-Liste der größten Unternehmen damit begonnen, Computerrichtlinien in bezug auf Viren aufzustellen. In vielen Fällen gehört zu den neuen Verfahrensweisen, daß alle Software auf Viren geprüft wird, bevor sie im Netzwerk installiert wird, und daß Beschränkungen für das Herunterladen von Software von Online-Diensten erlassen werden. Niemand, der mit Computern arbeitet -- weder die Regierung noch die Polizei noch Ihre örtliche Bankfiliale --, ist immun gegen Computerviren.

Man stelle sich nur vor, was passieren kann, wenn ein Space Shuttle von einem virenverseuchten Programm gesteuert wird, ein Fluglotse falsche Informationen von einem infizierten System erhält oder die Finanzdaten Ihrer Firma gelöscht oder dauerhaft geändert werden.

Dies sind nicht nur Utopien dessen, was uns bevorstehen könnte. Eine Vielzahl von Systemen wurden bereits von Computerviren befallen, darunter Unternehmen, die zu den Fortune 500 gehören, Regierungsstellen, große Universitäten, Zeitungen und große Netzwerke, die zahlreiche Computer verbinden und ungeheure Datenmengen umfassen.

Quelle: Symantec