Hintergrundartikel
Sicherheit im Internet
Sicher im Netz
Das Internet ist ein fantastisches Medium, das Privatanwendern und Unternehmen einer Vielzahl von Diensten (Email und Web, um nur zwei besonders populäre zu nennen) - ganz neue Dimensionen eröffnet. Und die Zukunft hält noch eine Reihe weitere Möglichkeiten bereit. Als Folge daraus hält das Internet immer mehr Einzug in unseren Alltag.
Wie im realen Leben gibt es jedoch auch im Internet den einen oder anderen übeltäter, der in der Online-Welt auf Opferfang geht - sei es aus Spaß, ideologischen oder finanziellen Gründen. Daher ist es wichtig, nicht nur Chancen zu kennen, sondern sich auch mit potenziellen Risiken vertraut zu machen. Denn: Jeden kann es treffen. Gewusst wie, können Sie jedoch Ihre Sicherheit im Internet verbessern und wirksam vorbeugen.
Chancen und Risiken
Mit Schulfreunden per Email oder Chat in Kontakt bleiben, sich über den nächsten Urlaubstripp informieren und die ideale Reiseroute planen, ein neues Auto in aller Ruhe und Ausführlichkeit per virtueller Führung anschauen, Ihren neuen Kaffee-Automat in einem Internet-Shop bestellen und die Bezahlung mittels Online-Banking abwickeln - dies sind nur einige wenige Beispiele für die Möglichkeiten, die das Internet wie kein anderes Medium bereithält und die noch vor wenigen Jahren undenkbar gewesen wären.
Neben diesen Chancen, die das Internet eröffnet, gibt es auch Risiken. Manche Hacker machen sich zum Beispiel einen Spaß daraus, Ihren PC lahmzulegen. Dubiose Zeitgenossen versuchen, das Internet zur Verbreitung dubioser Thesen und anstößiger Bilder zu verwenden. Online-Betrüger wiederum haben es mit teils perfiden Methoden auf Ihr Geld abgesehen. Andere übeltäter wiederum sind darauf aus, Ihren PC zu kapern und als "Virenschleuder" oder für den Email-Massenversand zu missbrauchen.
Dabei stehen Sie dem Treiben dieser übeltäter keineswegs machtlos gegenüber. Im Gegenteil: Mit der richtigen Vorbeugung können Sie sich vor den Risiken, die das Internet diesen übeltätern "zu verdanken" hat, wirkungsvoll schützen - und die faszinierenden Chancen, die das Internet bietet, ungetrübt nutzen.
Kein Grund zur Sorglosigkeit
Unwissenheit als Problem
Diese oder ähnliche Zitate kennen Sie vielleicht:
"Das Thema Online-Kriminalität wird maßlos übertrieben."
"Ich bin immer nur für kurze Zeit per Modem online - da kann nichts passieren."
"Firewalls sind mir zu kompliziert. Das geht auch ohne."
"Mein Viren-Scanner funktioniert einwandfrei. Ich brauche keine Updates."
"Ein umfangreiches Sicherheitspaket rechnet sich für mich einfach nicht."
Behauptungen wie diese hört man immer wieder und von allen Seiten. Ihnen allen ist eines gemeinsam: Sie sind falsch. Wenn Sie keinerlei Wert auf Online-Sicherheit legen und bisher noch nicht Opfer eines Viren-Angriffs oder Betrugs geworden sind, ist das allenfalls eine glückliche Fügung, aber kein Indiz dafür, dass Sie nicht gefährdet sind.
Die Bedrohung ist existent. Nicht nur für Großkonzerne, Banken oder Ministerien. Sondern vor allem für diejenigen, die den Kriminellen im Netz durch schlecht oder gar nicht abgesicherte Rechner ein leichtes Spiel verschaffen - sei es aus falscher Sparsamkeit, Bequemlichkeit oder Unwissenheit.
Verlassen Sie sich auf richtiges Verhalten, aktuelle Informationen und wirkungsvolle Technologien - und nicht auf Ihr Glück.
Der eigene Schaden ist erst der Anfang
Warum Ihr Selbstschutz auch allen anderen nützt
Neben Schäden durch Online-Betrug, virenbedingte Systemausfälle oder belästigende Inhalte können ungesicherte IT-Systeme zahlreiche weitere negative Auswirkungen nach sich ziehen.
Ein infiziertes System - sei es nun ein privater Einzelplatzrechner oder ein Unternehmensnetzwerk - erfordert oft die komplette Neuinstallation des Betriebssystems und aller Anwendungsprogramme.
Hat sich unbemerkt ein Dialer eingeschlichen, kann dies die Telefonrechnung in Schwindel erregende Höhen treiben. In vielen Fällen hat dies schon nachweislich zum finanziellen Ruin der oder des Betroffenen geführt.
Rechner und Systeme können beispielsweise durch Eingriffe von außen so intensiv genutzt werden, dass sie für ihre eigentlichen Aufgaben schlicht keine Ressourcen mehr haben.
Doch abgesehen von persönlichen Einbußen kann ein infizierter oder gehackter Rechner auch ein erhebliches Risiko für weitere Nutzer darstellen. So kann er beispielsweise ohne das Wissen seines Nutzers als Basis für weitere kriminelle Aktivitäten genutzt werden - zum Beispiel im Rahmen eines Lauschangriffs auf ganze Unternehmensnetzwerke, die systematisch nach Kennungen, Passwörtern oder sensiblen Daten durchforstet werden.
Computer werden als geheimer Verteiler für kriminelle Inhalte, Viren, Spam oder rechtsverbindliche Transaktionen missbraucht. Wird dies schließlich entdeckt, kann es passieren, dass ein "gehacktes" Opfer als Täter verdächtigt oder zumindest der Fahrlässigkeit beschuldigt wird - mit allen rechtlichen Folgen, die sich daraus ergeben.
Quelle: Sicher im Netz

