Wie der Mensch, so ist auch der Computer für Viren anfällig.
Viren sind medizinisch gesehen Teilchen, die infektiös sind, sich auf verschiedene Art verbreiten und einen Wirt brauchen, um sich zu vermehren. Hat man sich einen Virus eingefangen, also eine Virusinfektion erlitten, dann versucht der Virus sich zu vermehren, wozu er ohne Wirt allein nicht in der Lage wäre.
Beim Menschen kann das Immunsystem den Virus erkennen und zum Absterben bringen. Geschieht dies nicht, dann kann der Virus den Wirt, hier den Menschen, umbringen. Dann hat er sich allerdings seiner eigenen Existenzgrundlage beraubt. Letztendlich ist also der Virus selbst der Verlierer – medizinisch gesehen.
Der Computervirus
Beim Computervirus verhält es sich ähnlich, daher ist die Bezeichnung Virus gut gewählt. Im medizinischen Bereich gibt es viele Möglichkeiten der Übertragung von Viren, Tröpfcheninfektion, Austausch von Körperflüssigkeit und andere. Beim Computervirus gibt es nur eine einzige Möglichkeit der Übertragung, den Datenaustausch. Dieser erfolgt durch das Internet, über ein Netzwerk oder über Datenträger. Ein Computer also, der weder mit dem Internet verbunden ist noch zum Datenaustausch benutzt wird, kann nicht infiziert werden.
Computerviren sind Programme, die geschrieben wurden, um die normale Funktion zu beeinträchtigen, zu ändern oder um Schaden anzurichten. Es muss Programmieren einen Heidenspaß bereiten, einen Virus zu programmieren. In der 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts ließ ein Virus ein Rentier über die Bildschirme laufen und dazu den Song „Rudolph, The Red Nosed Rendier“ aus dem Lautsprecher erklingen. Andere Viren legten Computerprogramme lahm, verbreiteten sich selbst und richteten zum Teil, wie der Virus Loveletter im Jahr 2000, Milliardenschäden an.
Der menschliche Geist forscht ständig weiter, so auch im Bereich von Virensoftware. Interessanterweise sind es oft junge Menschen, die es schaffen, Millionen von Rechnern zu infizieren. Ein 17-jähriger Schüler schaffte es mit dem „Sasser-Wurm“ 2004, der Programmierer des „Elk Cloner“ im Jahre 1982 war erst 15 Jahre alt. Unverbrauchte junge Intelligenz!
Dem Immunsystem, das den Virus beim Menschen erkennt und außer Gefecht setzt, entspricht beim Computer die AntiVirus Software.
AntiVirus Software
Computerviren spielen mittlerweile eine große wirtschaftliche Rolle. Nicht nur durch den Schaden, den sie anrichten können, sondern auch durch die Entwicklung und Vermarktung von Software, die als Immunsystem wirkt und Viren unschädlich macht.
Immer neue Viren werden entdeckt, so dass eine einmal gekaufte AntiVirus Software schnell veraltet. Die führenden Software Häuser für AntiVirus Software beschäftigen hoch motivierte junge Menschen, die ständig auf der Suche nach neuen Viren das Internet durchforschen und Gegenmaßnahmen programmieren, die dann als Updates zu bestehender AntiVirus Software zur Verfügung stehen. Der Nutzer merkt oft überhaupt nicht, wie sein Computer ständig aktualisiert wird. Das professionelle AntiVirus Paket schützt ihn vor Attacken von draußen.